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EVENTS/KULTUR - Lebensart

Die Lombardei und der Wein

Im Osten des Piemont gelegen, durch den Lago Maggiore von der Schweiz getrennt
, durch den Gardasee vom Veneto, liegt die Lombardei, südlich vom Po begrenzt. Die Erwähnung der Seen allein zeigt ein Problem des Weinbaus: viel Fläche, die sich für den Weinbau geeignet hat, wurde dem Fremdenverkehr Italiens geopfert. Andere Regionen eignen sich aufgrund des Bodens weniger für den Weinbau.
Dennoch gibt es ausgesprochene Weinbaugebiete, die hervorragenden Wein hervorbringen. So die größte DOC der Lombardei, die Riviera del Garda Bresciano mit trockenen Rotweinen oder frischen Rosés. Oder die DOC Oltrepò Pavese mit durchaus haltbaren Rotweinen und lokalen Moscato-Spezialitäten.

Aber auch die steilen Hänge der Valtellina, wo man dem Wein sehr viel Liebe angedeihen läßt und sich noch Zeit und Muse nimmt, langlebige Weine im Fass altern zu lassen, um sie nach 5-10 Jahren zu konsumieren.

Den größten Sprung der letzten Jahre machte die Region Franciacorta in der Lombardei: Vor zwei Jahrzehnten noch völlig unbekannt, steht sie heute für die weltweit mit besten Sekte [ich ziehe sie den Champagnern bei weitem vor] und für eine brillante Palette exzellenter Weine. "Unser" Weingut, Castel Faglia, ist jedoch im Gegensatz zu anderen Erzeugern der Region preislich auf dem Teppich geblieben.
   
Gourmondo.de
Die Küche der Region

So einfach ist die Küche der Alpenregionen Italiens nicht zusammenzufassen. Fast jedes Fleckchen hat seine eigenen traditionellen Rezepte. Gemeinsam ist ihnen dennoch etwas: Die Gerichte sind weitgehend einfach und sättigend. Verarbeitet wird dabei alles, was man auf den Almen produziert: Käse, Butter, Brot, Speck und deftige Schinken. Gerichte wie Knödel oder Schlupfnudeln zeigen die enge Verwandschaft zu unseren Alpenregionen.
Kommen Fische auf den Tisch, dann sind es überwiegend Süßwasserfische aus den zahlreichen Gebirgsbächen. Ganz wichtig sind in den Alpenregionen auch die Süßspeisen. Die bekanntesten sind der Apfelstrudel und die weißen Trüffel.
Aus den Alpengebieten, korrekt aus dem Piemont, kommen Spezialitäten, die auch bei uns immer beliebter werden: die Grappe.

Einige typische Gerichte der Alpenregionen:

Vitello tonnato - Kalbfleisch in Thunfischsoße
Prosciutto e fichi - Schinken mit Feigen
Carpaccio - mariniertes rohes Rindfleisch
Carote in agro - süß-saurer eingelegte Möhren
Gnocchi di patate alla piemontese - kleine Kartoffelklößchen mit Tomatensauce
Polenta pasticciata - Auflauf mit Hackfleischfüllung
Strudel di mele - Apfelstrudel
Amaretti - Mandelplätzchen
Conchiglie con asparagi e carote - Conchiglie mit Spargel und Karotten

Primi piatti / Vorspeise - Zutaten

300 gr Conchiglie [Muschelnudeln]
1 Bund Spargel, schälen, die harten Enden entfernen und in 3 bis 4 cm lange Streifen schneiden
2 Karotten, waschen, putzen, schälen und in schmale, 3 bis 4 cm lange Streifen schneiden
1 Stange Bleichsellerie, putzen, waschen und in Streifen schneiden
1 Zwiebel, schälen und fein hacken
30 gr Butter
3 EL kaltgepresstes Olivenöl [extravergine]
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Karotten in 3 bis 4 Minuten blanchieren. Danach herausnehmen und abtropfen lassen. Den Sellerie ebenfalls 1 Minute in kochendem Wasser blanchieren, danach abtropfen lassen. In einer Kasserolle Butter und Öl erwärmen und die Zwiebeln glasig dünsten. Karotten, Sellerie und Spargel zugeben. Salzen, pfeffern und zugedeckt 7 bis 8 Minuten köcheln lassen.

ln einem grossen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen, Salz zugeben und die Conchiglie bissfest kochen. Nudeln abgiessen, unter das Gemüse heben und sofort servieren. Olivenöl ist eine der wichtigsten Zutaten der italienischen Küche. Die beste Qualität stammt aus der ersten Pressung [extra - vergine] und wird bei Raumtemperatur gepresst.
Tagliatelle con zucchine e gamberetti
Bandnudeln mit Zucchini und Garnelen

Secondi piatti / Hauptgericht - Zutaten für 4 Personen

400 gr Tagliatelle
1 Bund ital. Petersilie, waschen, trocknen und klein hacken
300 gr Zucchini, putzen, waschen, abtrocknen und in Scheiben schneiden
1 Zwiebel, schälen und fein hacken
1 Schalotte, schälen und fein hacken
300 gr Garnelen, schälen, den schwarzen Faden innen entfernen, waschen und abtrocknen
4 EL feinstes Olivenöl
10 Safranfäden [oder ein Briefchen Safranpulver]
Salz, Pfeffer aus der Mühle

In einer Kasserolle die Zwiebel- und Schalottenwürfel in Olivenöl glasig dünsten. Die Zucchini - Scheiben dazugeben und unter Rühren einige Minuten anbraten. Mit 2 Esslöffel Wasser ablöschen und das Gemüse 6 bis 7 Minuten köcheln lassen. Die Garnelen hinzufügen und weitere 2 bis 3 Minuten garen. Die in 3 Esslöffel warmem Wasser aufgelösten Safranfäden dazugeben, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Alles noch einmal 3 Minuten bei mässiger Hitze kochen. In der Zwischenzeit reichlich Wasser zum Kochen bringen, salzen, die Nudeln hineingeben und al dente kochen. Abgiessen und mit der Sauce vermischen. Das Gericht auf einer gut vorgewärmten Platte anrichten, mit gehackter Petersilie bestreuen und heiss servieren.
asoeula - Schweinefleisch-Wurst-Eintopf

Zutaten für 4 - 6 Personen

1 kg Wirsingkohl
1 Zwiebel
Salz
Brühe
Butter
3 Selleriestangen
600 g Rippenspeer vom Schwein
150 g Schweineschwarten
Weisswein
Pfeffer
2 Karotten
1 Esslöffel Tomatensauce
300 g Luganega-Wurst
4 Salamin de verz [Salamisorte]
1 Schweinepfote

Die Schweinepfote längs auseinanderbrechen und zusammen mit den Schwarten absengen. Gut abkratzen, alle Borsten sorgfältig entfernen und gründlich waschen. Die Schwarten in Streifen schneiden, in kochendes Wasser geben und zirka eine Stunde kochen, damit sie entfettet werden. In einer graucen Kasserolle die gehackte Zwiebel glasig werden lassen und sobald sie anfängt, Farbe anzunehmen, das Rippenspeer, die luganega und die salamin hinzufügen und Geschmack annehmen lassen. Wein dazugiessen und bei mässiger Hitze verdunsten lassen. Nun das Fleisch herausnehmen und zu dem verbliebenen Fond die in Scheiben geschnittenen Selleriestangen und Karotten geben und die in wenig Fleischbrühe aufgelöste Tomatensauce hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf kleiner Flamme kochen. Den Kohl putzen, die Blätter waschen, grob zerschneiden und in einem Topf von dem nach dem Waschen auf den Blättern verbliebenen Wasser trocknen [darauf achten, dass sie nicht ansetzen]. Danach zu dem restlichen Gemüse geben und umrühren, das Fleisch darauf geben und zirka eine weitere Stunde kochen lassen; dabei die Kasserolle leicht schwenken, um die Sauce nach oben kommen zu lassen.

Es ist wichtig, dass das überschüssige Fett an die Oberfläche tritt. Am Ende der Kochzeit sollte der Eintopf ziemlich dickflüssig sein. Sehr heiss mit Polenta als Beilage servieren.
 
 
 
 
 
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